Coaching

Ich würde gerne mit Euch diskutieren, wie Ihr zu Coaching steht. Habt ihr Euch schon coachen lassen?

22. Februar 2010
Coaching

Ich würde gerne mit Euch diskutieren, wie Ihr zu Coaching steht.

Habt ihr Euch schon coachen lassen?
Was steht dem entgegen?
Was sind Eure Bedenken?
Was waren Eure Themen?
Ist Hilfe zur Selbsthilfe überhaupt angebracht?

Ich freue mich über rege Beteiligung und hoffe auf verschiedenartige Meinungen!
22. Februar 2010
?

Ich habe mich in meiner beruflichen Anfangsphase regelmäßig coachen lassen ..... war sehr hilftreich!
LG
22. Februar 2010
Coaching - wozu?

Ein sehr gutes Thema, wie ich finde. Es gibt sehr viele Coaches alleine hier in Deutschland. Aktuell ist der Begriff "Coach" ja noch nicht real geschützt, und es kann sich theoretisch jeder Coach nennen. Doch ein jeder sollte individuell schauen, inwieweit er einen Schulungsbedarf sieht. Das geht eigentlich schon in der Kindheit los und hört auch nie auf, denn man wird den Status des Perfektionismus niemals erreichen. Ein Coach, wenn er gut ist, kann motivieren und Leistungen des Teilnehmers abrufen, die er alleine nicht hätte abrufen können. Daran glaube ich, weil ich selber schon gute Coaches erlebt habe. Man darf nur nicht stagnieren und sollte sich kontinuirlich weiterentwickeln.
(bin selber Coach für Theater - bieten Schauspieltraining für Führungskräfte)
23. Februar 2010
Coaching: ein klares JA

Aus meiner Sicht ist es eine klare Bereicherung für jeden. Egal, ob unklare Situation aufzuarbeiten, aktuelle Lebensthemen zu bearbeiten oder aktiv Veränderungen anzugehen. Jeder gute Coach bringt einen in seinem eigenen Sein und Handeln voran. Selbstreflexion schafft Klarheit.
23. Februar 2010
Nachfrage

und Angebot. Nur in der Reihenfolge...;-)

Die Qualität zu beurteilen dürfte schwer sein. Ich habe mich noch mehr von einem guten Buch coachen lassen können, als von einem designierten C. Und ich meine nicht Ratgeber-Literatur.

Mitunter ein echtes Aha-Erlebnis. Mitunter eine vertane Zeit.
Wenn Hilfe zur Selbsthilfe ansteht - in der Krise - kann ein Coach zumindest etwas in Gang bringen, etwas Eingerostetes ölen, ein passendes Stichwort liefern. Die outsider-Position kann nicht immer irgendwer einnehmen.
23. Februar 2010
Zur Strukturierung

von Gedanken und Umständen je nach Lebensphase durchaus sinnvoll.

Ich mache derzeit ein Coaching um mich mal wieder auf die Spur brinegn zu lassen für die nächsten Jahre. Teilweise erscheinen Dinge festgefahren, man hat sich an vieles gewöhnt und ist trotzdem (oder gerade deshalb?) unzufrieden.

Und gerade dann, wenn man Zweifel an seinem Beruf entwickelt (ob man das noch Jahre mache möchte) und zudem privat noch eine Baustelle hat (z.B. keine Beziehung oder unzufrieden ist), dann kann es helfen.
Die Dinge ändern muss man selber..aber vielleicht hilfts ja wieder ein Ziel zu bekommen..;-)
23. Februar 2010
Psychoengineering

Tsjakaa!

Die Ratelbandisierung des Lebens.... *mrgreen*

Punktuelle Inanspruchnahme der sozialen Intelligenz emotional unbeteiligter Menschen ist unbedingt ratsam und hilfreich....egal ob durch einen Freund, einen Psychotherapeuten, einen "Coach" oder den Friseur....

Strukturierte "Coachkurse" sind meist wohl eher eine Mischung von Tsjakaa und behavioristischen Küchenweisheiten.
Das euphorisierte Gefühl, "erleuchtet" zu sein, verliert sich zumeist sehr rasch nach Ende der Coachevents.

Wir überschätzen für gemeinhin die Plastizität unserer Persönlichkeitsstruktur, die Steuerbarkeit von Interaktionen und die Planbarkeit von Lebensläufen.

Aber es gibt Viele, die gut davon leben...zumeist charismatische Persönlichkeiten, die es nicht zum Präsidenten gebracht haben.... *zwinker*
23. Februar 2010
Coaching oder Therapie ...

mir stellt sich gerade die Frage, ob Psychotherapie nun auf einmal ein neues "Mäntelchen" bekommen hat und nun "Coaching" heisst *lächel*

Und egal wie es heissen mag, ich stehe voll dahinter. Denn meist schafft man als Erwachsener Mensch nicht alleine über seinen Horizont hinausschauen zu können. Vieles ist eingefahren und bedarf neuer Übersetzung.

Eine befreundetet Therapeutin sagte mal zu mir:

"Dein Leben ist die Überholspur auf der Autobahn, vielleicht solltest du dir auch mal die weniger befahrenen Bundesstraßen oder auch mal die Feldwege ansehen."

Und damit hat sie recht, denn wie Feldwege so sind auch neue Wege im Leben sehr ruckelig und man muss sich regelrecht durchkämpfen. Und dafür kann ein Coach, soweit er denn gut und der Richtige ist, mehr als helfend sein.

Ganz liebe Grüsse
Sara

PS: und dies meine ich nicht nur im privaten Bereich, dies gilt auch stark für die berufliche Perspektive.
23. Februar 2010
Glückwunsch @ dreilicht

Herzlichen Glückwunsch zu deinem wirklich hoch reflektierten Beitrag.

Du hast nicht etwa ein Thema mit Vorurteilen .... *gruebel*


Meine Erfahrung zum Thema:
Coaching ist ein gutes Instrument um sich seiner beruflichen Handlungsabläufe bewußter zu werden und Veränderung auf der Handlungsebene herzustellen.
Allerdings ist "Coach" keine geschützte Berufsbezeichnung - und wie bei jeder Tätigkeit, hängt auch die Qualität des Coaching mit der Qualifikation des Coaches zusammen.

Es gibt verschiedene Berufsverbände, die die Weiterbildung von Coches zertifizieren. Ich würde jedem raten, sich diese Standarts anzusehen und dann sich einen zertifizierten Coach auszusuchen.

Leider verstehen einige "schwarze Schafe" unter Coaching das erteilen von "Ratschlägen".... das hat mit Coaching wie ich es verstehe nicht zu tun.

So weit erstmal von
star
23. Februar 2010
Coaching

Erst gestern las ich einen interessanten Beitrag zum Thema "Coaching" über das Sekten-Info NRW.
Ich empfehle das vorher zu lesen bevor man sich coachen lässt.
Es gibt in dem bereich sehr viele Scharlatane, die nicht viel mehr als ein bisschen Lebenserfahrung haben. Wenn man auf die Seite des Sekten-Infos NRW geht, kann man dort erfahren, worauf man achten sollte, wie sich seriöses von unseriösem Coaching unterscheidet.

Es sagt natürlich sehr viel über unsere Arbeitswelt aus, dass Coaching so ein ungeheurer Renner ist.
Zu meiner Jugendzeit brauchten die menschen so etwas offenbar nicht.
23. Februar 2010

Ich stehe dem Coaching positiv gegenüber, vorallem aufgrund der Tatsache, dass in der heutigen Zeit die Menschen fortschreitend die Fähigkeiten der Eigenorganisation und vor allem des objektiven kritischen Leistungshinterfragen zu verlernen scheinen - noch besser gesagt aus "Bequemlichkeit" an sogenannte Experten abtreten zu scheinen. Der Mensch "verliert" zunehmend die Eigenverantwortlichkeit, oder noch genauer, er "tritt sie gerne" ab.
Die ganz grosse Gefahr sehe ich allerdings darin, dass es auf diesem Segment extrem viel Scharlatanie und Selbstdarsteller ohne jegliche Kompetenz und Erfahrung gibt!
Erfolgreiches Coaching - egal in welchem Bereich - hat neben der theoretischen Komptenz immer mit erheblichen Erfahrungspotential zu tun. Und genau dieses ist leider sehr oft fehlend.

LG
Genussbub
23. Februar 2010
...

...sehr schönes Thema! Hilfe zur Selbsthilfe ist meines Erachtens das Einzige, was menschen wirklich hilft. Wenn ein Coach so arbeitet, also sich bald überflüssig macht, dann macht er gute Arbeit. Gerade heute ist es sehr wichtig, dass menschen es lernen, auf ihren eigenen beinen zu stehen, weil viele sehr unselbständig im Elternhaus groß geworden sind. Eltern mit Geld zB denken oft, sie tun ihren Kindern einen Gefallen, wenn sie ihnen alles ermöglichen.
23. Februar 2010
Coaching

Ein Coaching kann sehr hilfreich sein, wenn man einen guten Coach hat, der zudem auch zu einem passt. Denn auch das Miteinander ist ein entscheidender Faktor für das Wachstum das man anstrebt.

Darum ist es aus meiner Sicht wichtig sich Zeit bei der Auswahl eines Coaches zu lassen, um nicht auf halber Strecke zu merken, dass man sich schlecht aufgehoben fühlt.
23. Februar 2010
ich habe ja

schon ein problem mit dem begriff als solchem
ich wurde noch nie gecoacht
ich wurde schon weitergebildet und auch im sport trainiert
wenn wir uns doch nur von den einflüssen der sprachen anderer länder lösen könnten (das alte rom mal ausgenommen)
aber grundsätzlich ist es ratsam sich weiter zu bilden und auch zu entwickeln
egal wie der der es macht es auch nennen will
23. Februar 2010
Ein deutliches Ja...

...zum Thema Coaching.

Mal abgesehen von allen mehr oder weniger akademischen (oder tw. auch polemischen) Bemerkungen weiter oben kann ich nur von meinen eigenen positiven Erfahrungen mit dem Thema Coaching berichten.

Es gab zwei (vermeintlich) wichtige Ereignisse in meinem Leben, zu denen ich mich habe coachen lassen, weil ich selbst schlicht und einfach nicht weiter wusste.
Zum einen eine berufliche Situation, deren unsicheres Umfeld mir schlaflose Nächte bereitet hat.
Zum anderen eine sehr verfahrene emotionale Beziehungsangelegenheit.

Zu beiden Themenbereichen habe ich denselben Coach um Hilfe gebeten (den ich bei Bedarf auch gerne weiterempfehle) und dabei festgestellt:
Die Prinzipien, die hinter einem erfolgreichen (professionellen!) Coaching stehen, sind bei Beruf und Beziehung dieselben. Ich habe aus beiden Coachings für mich und mein Leben neue "Werkzeuge" mitnehmen dürfen, die es mir ermöglichen - im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe - in der nächsten schwierigen Situation auf das Erlebte und Erlernte zurückzugreifen.
DAS macht einen guten Coach aus: Er "transportiert" (Coach = Kutsche) einen auf einen neuen Weg und lässt dann los, vermeidet weitere Abhängigkeiten. An dieser Stelle trennen sich die Scharlatane von den wirklich Guten und Fähigen.

Mein Rat: Fragt nach den Qualifikationen des Coaches, an den Ihr Euch wendet. Und hört darüber hinaus auf Euren Bauch, denn ohne ein vertrauenvolles Sich-Öffnen ist gute Coachingarbeit m.E. nicht möglich.

LG aus der Hauptstadt, M.

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