Unsere Tochter geht in die 5. Klasse Gymnasium, jetzt stellt sich die Frage, was sie als 2. Fremdsprache nehmen soll.
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| 11. März 2010   Französisch oder Latein Unsere Tochter geht in die 5. Klasse Gymnasium, jetzt stellt sich die Frage, was sie als 2. Fremdsprache nehmen soll.
Zur Wahl stehen Französisch und Latein.
Was sie mal werden will weiß sie natürlich noch nicht.
Es ist auf alle Fälle so, wenn sie Französisch nimmt, ist sie automatisch auf dem naturwissenschaftlichen-technischen Zweig. Bei der Entscheidung für Latein, fällt die endgültige Entscheidung ob SG oder NTG erst nach der 7. Klasse.
Eine eindeutige Richtung ob sie mehr sprachliche oder naturwissenschaftliche Eignung hat, kann man jetzt nicht wirklich feststellen, sie hat weder in Englisch noch in Mathematik Schwierigkeiten beides fällt ihr gleich schwer oder leicht.
Kann jemand aus seiner Erfahrung sagen, was hier zu empfehlen ist, ich selbst habe leider nie eine 2te Fremdsprache erlernt, da ich meine akademische Ausbildung auf dem 2. Bildungsweg erlangt habe. |
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| 11. März 2010   Gibt es denn eine Alternative? Ich halte Spanisch für viel zukunftsweisender. Französisch hat doch sehr an Bedeutung verloren und ist einfach viel weniger verbreitet als Latiein. Auch urlausbstechnisch hat Spanisch mehr Sinn. Portugiesen verstehen einen fast immer, das Italienische ist sehr ähnlich.
Latein halte ich in jedem Falle für einfach nicht mehr zeitgemäß. Dem Argument, es sei eine gute Grundlage für andere Sprachen, steht gegenüber, dass man mit irgendeiner lebenden Sprache ungleich größere Vorteile hat. |
| 11. März 2010   Nein nur diese beiden Sprachen stehen an der Schule als 2. Fremdsprachen zur Auswahl, es gibt zwar später noch die Möglichkeit diverse andere Fremdsprache als 3. Fremdsprache zu nehmen, dies ist aber ein Wahlfach in einer höheren Jahrgangs-stufe. |
| 11. März 2010   Latein Habe meine Eigene Erfahrung damit. Obwohl ich ein Gymnasium mit naturwissenschaftlicher Orientierung in der Oberstufe, besucht habe, hatten wir insgesamt 6 Jahre Lateinunterricht. Während meiner Schulzeit hat mir das keine besondere Freude bereitet, aber heute kann ich sagen, es hat sich absolut als Vorteil für meine weitere Entwicklung erwiesen.
Italienisch, das ich für mein Studium in Italien ja nachlernen musste, war mit dem Vorwissen in wenigen Monaten zu schaffen, Spanisch war danach ein Vergnügen und sogar für Russisch hat es mir Erleichterungen Gebracht |
| 11. März 2010   . . . . . . auch ich habe meinem Sohn in der Wahl Latein als 2te Fremdsprache anstelle Französisch unterstützt, wohl aber davon überzeugt, dass Spanisch zeitmäss und global gesehen die beste Wahl wäre.
Leider ist unsere Gesellschaft noch nicht so weit, dass Weitblick vor alten Zöpfen regiert.
Die deutsch/französische Freundschaft / Aussöhnung ist längst manifestiert und etabliert!
Aber wir leisten uns Politiker / Schulsysteme u.a. die nicht / oft nicht den Willen der Wähler widerspiegeln . . .
My |
| 11. März 2010   Französisch! ich würde keinem Menschen raten, eine tote Sprache zu lernen, denn das Argument, man könne damit besser romanische Sprachen lernen und Fremdwörter verstehen, ist in dem Moment obsolet, wo man eine romanische Sprache lernt!
Alle die Fremdwörter sind auch in Französisch zu finden, die man in latein rudimentär lernen würde.
Man kann Latein beim besten Willen im späteren Leben nicht mehr brauchen. Französisch dagegen sehr wohl.
Schönen Gruß und viel Erfolg. |
| 11. März 2010   Latein also ich persönlich bin auch auf jeden fall für latein.
stand damals vor der selben wahl, sprich latein oder französisch als 2. fremdsprache - habe in der 7 latein und in der 9 französisch gewählt. französisch hat mir persönlich nie spaß gemacht, ich habe es auch nie wieder gebraucht, weder beruflich noch im privat (ausser natürlich im übertrragenen sinne, hehe  ), während ich latein toll finde.
mir hat das lernen spaß gemacht und es ist mir leicht gefallen, auch wenn es nicht mehr "zeitgemäss" ist. ausserdem finde ich es sowohl für die allgemeinbildung als auch als grundlage für andere sprachen hilfreich. kann das aus eigener erfahrung sagen. spanisch sowie italienisch fallen mir leicht.
so, das ist meine persönliche einschätzung und erfahrung. alle angaben natürlich wie immer ohne gewähr!!
lg. |
| 11. März 2010   Keine leicht zu beantwortende Frage, wenn es nicht die Möglichkeit gibt, erst Französisch und dann Latein zu wählen.
Ich persönlich hatte ab der 5. Klasse Englisch, ab der 7. Französisch und ab der 9. Latein.
Als Idealfall würde ich das auch so empfehlen, nur würde ich Spanisch gegen Französisch austauschen.
Aber da diese Möglichkeit nicht besteht, würde ich zu Latein tendieren, da dies im naturwissenschaftlichen Bereich wichtige Grundlagen schafft und auch das erlernen weiterer Sprachen ungemein erleichtert.
Meine Französischkenntnisse musse ich mein Leben lang nie anwenden, mein Latein hat mir aber sehr oft geholfen.
Dies war meine persönliche Sicht.
Mein Tip als Personalvorstand wäre der, Latein zu wählen und dem Kind dringend zu raten, eine dritte Sprache zu erlernen. Auch hier wäre Spanisch gut, aber auch Japanisch, Russisch oder Chinesisch werden auch zukünftig immer ein dicker Pluspunkt im Lebenslauf sein.
Viele Grüße
Angulus |
| 11. März 2010   Man kann Latein beim besten Willen im späteren Leben nicht mehr brauchen.
Na ja, fundierte Lateinkenntnisse ersparen dem Menschen später den zu häufigen Blick ins Fremdwörterbuch, und auch medizinische Begriffe werden plötzlich verständlich.
Dazu kommt ein immerhin rudimentäres Verständnis spanischer, italienischer und rumänischer Texte, wenn man diese Sprachen noch nicht gelernt hat. Das erleichtert mindestens im Urlaub die Orientierung.
Soweit zum Thema "tote Sprache". |
| 11. März 2010   Latein noch eine Stimme für Latein
Latein schult das logische denken und hat mir in beiden Studiengängen (ein naturwissenschaftlicher und ein geisteswissenschaftlicher) sehr viel gebracht, man versteht einfach Systematiken besser und tut sich in der Grammatik leichter wenn man die Ausdrücke kennt.
Französisch kann sie später immer noch dazunehmen |
| 11. März 2010   je nach Talent... auch wenn du schreibst, dass deine Tochter weder in Englisch noch in Mathe eine bevorzugte Richtung "einschlägt"...
Mach es nicht an den Noten fest... Frage dich mal:
- Lag ihr Mathe schon immer gut?
- Kann sie gut "interpretieren", Aufsätze schreiben?
Bei mir war es so, dass mir Mathe immer lag, Englisch fiel mir aber auch leicht (Übersetzen, Sprechen)...
Deutsch hingegen... irgendwelche Aufsätze schreiben, Aussagen interpretieren... das ging gar nicht...
Die Grammatik war wiederum logisch, so dass ich damit meine "Aufsatznoten" wieder ausbügeln konnte
Deshalb wurde mir damals geraten, Latein zu nehmen und es war im Nachhinein die richtige Wahl für mich. Ich bin heute Naturwissenschaftlerin (Chemie-Ingenierwesen studiert, Promotion in Molekular- und Zellbiologie). Im Studium hat mir das Latein auch geholfen. Gerade bei Fachbegriffen... da kann man sich oft einiges herleiten. |
| 11. März 2010   Latein Ich würde zu Latein raten, da ich selbst als 2. Fremdsprache Latein hatte und es mir beim Erlernen weiterer Sprachen (Russisch, Norwegisch, Französisch) immer sehr geholfen hat, wenn man einmal verstanden hat, wozu Grammatik gut ist
Es ist zwar wirklich kein Sprache, die man aktiv anwenden kann, aber ich habe sogar heute immer noch Spaß am Versuch in Kirchen oder auf Denkmälern irgendwelche Inschriften zu entziffern.
Ein weiterer Vorteil ist, dass man notfalls das Latinum hat, falls man es einmal im Studium brauchen sollte. Das Latinum an der Uni zu machen - so wurde mir glaubhaft versichert - ist keine spaßige Angelegenheit.
Viele Grüße
mrbofrost |
| 11. März 2010   1111 jedes unserer kinder haben/hatten latein als 2. fremdsprache... es war im nach hinein für den beruflichen werdegang ein segen...latein ist die beste übung strukturiertes lernen zu erlernen...vorallen wird nebenbei die deutsche grammatik intensiv erlernt..
latein zeigt wie eine sprache und ihre kultur funktionieren.
tot gesagte leben länger
wem analytisches denken absolut nicht liegt, sollte es lassen...
der faktor lehrer ist natürlich von bedeutung...gilt aber für alle fächer..
über 60% der englischen wörter haben lateinische wurzeln.
französisch ,spannisch noch mehr...
in texas auf der high school konnte meine tochter im chüleraustausch latein weitermachen
im zeitalter der globalisierung verändert sich die gewichtung der sprachen sehr..willst du in der EU- brüssel karriere machen..wirst du ab der 3. fremdsprache eine chance haben...
jeder nach seinen fähigkeiten.. |
| 11. März 2010   ich selbst hab latein als 2. fremdsprache nach englisch gelernt DAMALS. hab es nie bereut und denke auch heute noch, dass es eine sehr gute basis für VIELES ist, was mit sprachen zu tun hat.
trotzdem haben auch die argumente für eine andere entscheidung ihre berechtigung. daher... denke ich dass keine wahl a priori eine schlechte ist.
was nun für DEINE TOCHTER das bessere ist, lässt sich so von "außen" nicht wirklich raten. daher würd ich es ihrer persönlichen neigung überlassen. hat sie eine vorliebe für das eine oder andere? gab es sowas wie eine "probestunde" in den beiden fächern? hat sie interesse an SPRACHE um sie zu sprechen? - oder hat sie ein wenig mehr interesse an Geschichte? die themen in latein waren irgendwie so "altertümlich" - oder ist das heutzutage im lateinunterricht anders? |
| 11. März 2010   obwohl... ich nie latein hatte, schließe ich mich der mehrheit hier im forum an.
schade ist nur, dass mein zwei jahre verliert bevor man wieder eine lebendige sprache lernt, die man ab und zu gebrauchen kann. ein paralleles lernen wäre mE nach ideal. |